Möhnen Club „Hepp“ Filsen e.V.

Mitglied der Rheinischen Karnevals-Korporationen e.V. Sitz Koblenz – RKK –

 

Möhnen – was ist das denn?

Ein Blick in Wikipedia und schon weiß man Bescheid:

Möhn oder Möön (Plural Möhne, Mööne) ist im ripuarischen (nordmittelfränkischen) Sprachgebrauch das Wort für eine ältere weibliche Person.Der Begriff ist in Köln kaum gebräuchlich, sondern tritt im Bonner Raum besonders an Karneval häufig auf. Viele närrische Frauenvereinigungen, meist Damenkomitee genannt, bezeichnen sich selbst als Möhne.“

Steckt hier auch schon eine Menge Wahres drin, stolpert die Möhne aus Filsen im Herzen des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal schon bei dem Begriff „ältere“ weibliche Person. Um die Sache unmissverständlich klarzustellen:

1. eine Möhne ist weiblich

2. das Alter spielt keine Rolle

Viel wichtiger ist, dass die Möhne närrisch ist. In der Hauptsache sollte sie in der Zeit zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch derart eingestellt sein, am besten ist allerdings, sie ist ganzjährig närrisch. Eine Möhne sollte also die Fassenacht – so heißt die fünfte Jahreszeit in Filsen – in ihren Lebensmittelpunkt stellen. Spaß an der Freud gemeinsam mit anderen Möhnen oder Fassenachtern ist unerlässlich. Ein fröhliches „Helau“ zur Begrüßung schadet nie und passt zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Wir über uns

Der Möhnen Club „Hepp“ Filsen e.V. - oder kurz MCF – wurde 1967 aus der Taufe gehoben. Eine Handvoll Frauen beschlossen, künftig in der Fassenacht aktiv zu werden. Sie wollten wohl in der Hauptsache den Frauen des Dorfes eine Gelegenheit schaffen, miteinander Fassenacht zu feiern. Der Schwerdonnerstag stand dabei im Mittelpunkt. In auffällige Gewänder gehüllt und immer mit Hut zogen sie durchs Dorf um sich dann im damaligen Gasthaus „Rheinlust“ zu treffen. An diesem Tag waren die Frauen ganz unter sich und übertrugen die Aufgaben der Hausfrau und Mutter komplett auf ihre Männer! Damit diese sich auch voll und ganz auf diesen Auftrag konzentrierten, erklärten die Damen kategorisch, dass Männer beim Schwerdonnerstag unerwünscht wären. Musiker fielen natürlich nicht unter diese Regelung, schließlich sollte ja getanzt werden. Vorträge, Gesang und Sketche füllten das Feiertagsprogramm und der „Hepp“ kam auch nicht zu kurz. Der „Hepp“ – ein Gläschen Wacholder – gab dem MCF immerhin seinen Namen.

Mit dem Bau des Pfarrheims im Jahr 1973 stand den Filsener Ortsvereinen ein Saal zur Verfügung, der für Veranstaltungen in größerem Rahmen geeignet war. Die Möhnen beschlossen ganz spontan, die Möglichkeit zu nutzen und luden zu einer Möhnen-Sitzung am 10.11.1973 ein. Trotzdem keine der Frauen Erfahrung mit der Durchführung einer Veranstaltung hatte, wurde der Abend ein voller Erfolg.

Vieles hat sich seither verändert. Der MCF pflegt seine Traditionen, legt aber Wert darauf, dass sie lebendig bleiben. So wurde der Wacholder nach und nach durch Sekt ersetzt.

In der „Blütezeit“ der Filsener Fassenacht wurden neben der Möhnen-Sitzung, noch zwei weitere Sitzungen angeboten. Der Filsener Karnevals-Club (KCF) lud zur Kappensitzung ein und beide Clubs veranstalteten eine Gemeinschaftssitzung. Alles natürlich mit eigenen Aktiven und immer neuem Programm.

Die letzte Gemeinschaftssitzung fand im Jahr 1990 statt. Seit 2002 gibt es keine Möhnen-Sitzung mehr. Die Proklamation der Prinzenpaare, lange Zeit im Rahmen der Möhnen-Sitzung durchgeführt, erfolgt nun bei einer Veranstaltung zur SessionseröffnungAnfang Januar. Die Möhnen beteiligen sich am Programm der KCF-Sitzung und feiern jetzt den Schwerdonnerstag in größerem Rahmen.

An den närrischen Nachwuchs wurde schon immer gedacht. Bereits seit der Gründung des MCF findet eine Kinderfassenacht statt. Dabei bieten die jungen Fassenachter ein eigenes Programm mit Vorträgen, Gesang und Tanz.

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